Burgberg | Feriendorf Mastershausen - Natur und Wandern im Hunsrück!

Der Burgberg

Der Name Bergberg (siehe auch unter: Höhensiedlung) deutet schon darauf hin, dass in der Vergangenheit an dieser Stelle eine befestigte Anlage stand.

Aufgrund von Münz - und Keramikfunden gilt es als relativ sicher, dass sich hier ursprünglich eine befestigte keltische Siedlung befand, die später von den Römern übernommen und erweitert wurde. Sie wurde nach der Besetzung des Rheinlandes durch die Römer ab etwa 50 v. Chr. in den Jahren 200 n.Chr. als römische Höhensiedlung (Refugium) befestigt und wahrscheinlich zwischen 300 und 400 n.Chr. verlassen. Es war eine militärische Befestigung und Zufluchtsort für die umliegenden Hofbewohner. Neben Veldenz, Alteburg und Brodenbach, ist sie eine von 4 Höhensiedlungen, die auf dem Hunsrück entdeckt wurden. Entlang der Mosel gibt es dagegen 33 weitere römische Höhensiedlungen.

Die wesentlichen Bestandteile einer römischen Höhensiedlung bildeten neben der Umwehrung, also der Befestigungsmauer mit Türmen, die vorgelagerten Gräben. Die Befestigungsmauern waren trocken gesetzt oder mit Mörtel gemauert. Bei einer Besichtigung dieser Anlage im Jahre 1936 stellte der damalige Altertumsforscher, Dr.Eiden, Mauerreste fest. In einer Ortsbegehung aus dem Jahre 1892 wird von Mauern aus Quarzsteinen berichtet, die mit Mörtel gemauert sind. Die Anlage wurde in ihrer größten Ausdehnung, die sich etwa bis zu diesem Standpunkt erstreckte, von einem Graben und einem davor aufgeschütteten Wall zusätzlich geschützt. Die Innenbebauung war überwiegend in Holz, seltener in Stein ausgeführt.

In dem Fels gehauene Pfostenlöcher und Balkenauflager markieren noch sichtbar die Reste früherer Holzbauten. Unterhalb des Plateaus befinden sich terrassenförmig angeordnete Felskammern, deren offene Seiten mit einer Flecht- oder Holzwand versehen waren. Am Fuß des Plateaus liegen noch heute sichtbare Schiefermauerreste von Gebäuden. Etwa 60 m unterhalb des Plateaus befindet sich auf der zum Großbach hingewandten Seite des Berges ein senkrecht in den Fels gehauener Brunnen mit einem Durchmesser von 2.5 m und einer Tiefe von mindestens 13 m. Er führt in einer Tiefe von 6 m ständig Wasser. Der Abschnittsgraben, der heute den Bergsporn in zwei Stücke teilt, wurde später bei einer Verkleinerung der Höhensiedlung angelegt. Im vorderen Bereich des Burgberges liegt eine mittelalterliche Schmelzstelle für Eisen und Weichmetall.

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