gehört nicht zu den alten Mühlen, wie z.B. die Weihe Mühle oder die Mohre Mühle, die als
Bauernmühle beim Bau der Burg Baldeneck
bestanden, wahrscheinlich aber wesentlich ältere Mühlenstandorte sind.Um 1740 lebte hier ein Müller namens Link. Ihm folgte ein Kaspar Weinem, von dem die Mühle ihren Namen hat. Die nachfolgenden Müller, Mohr und König (stammte aus Strimmig) und zog nach dem Tod seiner Frau mit seinen zwei Kindern nach Mastershausen) gaben die Mühle nach jeweils kurzer Betriebszeit auf.
Der Müller betrieb auch Landwirtschaft. Ehemals gehörten zur Mühle deshalb Stall und Scheune sowie ein in denFels gehauener Felsenkeller, der noch teilweise erhalten ist. Sehr wahrscheinlich hatte die Mühle vor ihrem Abriss noch ein 2. Stockwerk. Auf einem alten Lageplan ist auch ein kleines Backhaus neben der Mühle erkennbar.
1902 war die alte Mühle baufällig, sodass sie abgerissen und von einer Mühlengenossenschaft, die aus Mastershausener Familien bestand, neu aufgebaut wurde. In die Mühle kamen bessere Mahlsteine und in den Mehlkasten anstatt Mehlbeutel ein Zylinder.
1956 wurde die Mahltätigkeit eingestellt, weil die technische Ausstattung und die Qualität des Mehles mit den Motormühlen nicht mehr konkurrieren konnte.
Jährlich wurde ein Mühlentag abgehalten, an dem jedem Mühlgenossen seine Mahltage zugewiesen wurden. Gemahlen wurde grundsätzlich das ganze Jahr über, Hauptmahlzeiteit war aber wegen der größeren Wassermenge das Winterhalbjahr. Die Mühle hatte zwei Mahlgänge und zuletzt ein eisernes Mühlrad.
1957 wurde die Mühle an W. Hess aus Bruttig (Mosel) verkauft. Dieser Verkauf war für die 52 Mühlengenossen Anlass zu einer Abschiedsfeier von ihrer Mühle bei Wurst und Wein, mit Reden und Vorträgen. Von dieser zünftigen “Verabschiedung” erschien sogar ein Artikel in der Rhein-Zeitung.
